Onlinepublikation

Sonderthemen online

IM RELIGIONSUNTERRICHT

 
Eine neue Onlinepublikation Vertraute Welten – Fremde Welten. Materialien für den Religionsunterricht in VABO Klassen ist nun veröffentlicht. Der Band beinhaltet Module, die im Religionsunterricht von Klassen ohne oder nur mit geringen Deutschkenntnissen eingesetzt werden können.
 
 
Die einzelnen Unterrichtsbeispiele folgen einem einheitlichen Aufbau. Neben der inhaltlichen Information und Materialbeschreibung, stehen Arbeitsblätter als Kopiervorlagen zur Verfügung.
Die Publikation beinhaltet fünf Themenbereiche, die exemplarisch Lernwege anbieten können und die Schülerinnen und Schüler in ihrem Integrationsprozess unterstützen. Dazu bieten alle Module die Möglichkeit, die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler auf sprachlicher und biografischer Ebene aktiv in den Lernprozess einzubringen und ihnen so zu signalisieren, dass sie selbst mitverantwortlich für ihren Lernweg sind.
 
Die Themen in der Übersicht:
  • Autorität
  • Gemeinsam erleben
  • Anderen Religionen begegnen
  • Mit Pluralität von Beziehungsformen umgehen
  • Gastfreundschaft
 
 
Im Modul Autorität sollen die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass Mündigkeit und Autonomie sich am Gegenüber bewähren müssen. Aus christlicher Perspektive kann sich Gott in diesem Gegenüber zeigen, weswegen der Mensch jedem anderen Menschen untertan ist und zugleich doch frei gegenüber inneren und äußeren Zwängen. Gerade geflüchtete Menschen haben Probleme damit, diese Freiheit anzunehmen und Grenzen der Freiheit im anderen Menschen zu sehen.
Im Modul Gemeinsam erleben geht es um das Familienbild und die Rollen, die in einer Familie zu erfüllen sind. Elterliche Fürsorge orientiert sich zuallererst am Gebot der Liebe, ist aber auch gesetzlich festgeschrieben.
Anderen Religionen begegnen greift direkt eine mögliche Alltagserfahrung auf und thematisiert die positiven und negativen Aspekte der Religionsfreiheit in Deutschland, die Bürgerinnen und Bürger respektieren müssen. Ein gewaltfreier interreligiöser Dialog auf der Basis der Menschenwürde und Nächstenliebe in Islam und Christentum soll als Selbstverständlichkeit im Miteinander verstanden werden.
Der Vorschlag des Moduls Mit Pluralität von Beziehungsformen umgehen greift Fremdheitserfahrungen angesichts der hierzulande gelebten Pluralität von Beziehungsformen auf und fragt zusammen mit den Schülerinnen und Schülern nach Möglichkeiten, Beziehungen anzufangen sowie nach den Kriterien für Umgangsformen von Mann und Frau in Beziehungen.
Das Modul Gastfreundschaft stellt diese als ein in vielen Kulturen verankertes Phänomen dar. Die Erfahrung der Fremdheit betrifft viele Menschen, ob geflüchtet oder nicht. Dabei erweist sich die Hilfestellung für Fremde als Kriterium gelebter Religion, zeigt sich aber auch auf verschiedenen Ebenen, die nicht immer unmittelbar sichtbar sind. Gastfreundschaft erschöpft sich nicht in menschlicher, offener Begegnung, sondern zeigt sich auch in der konkreten Aufnahme von geflüchteten Menschen in Unterbringungen, Schulen und Gemeinden.
Der Modulband wird von dem Institut für Religionspädagogik der Erzdiözese Freiburg (IRP), dem Katholischen Institut für berufsorientierte Religionspädagogik (KIBOR) und dem Evangelischen Institut für berufsorientierte Religionspädagogik (EIBOR) herausgegeben und steht auf den Internetseiten der beteiligten Institute zum kostenlosen Download bereit.
An der Publikation beteiligen sich des Weiteren das Bischöfliche Ordinariat Rottenburg, die Evangelische Landeskirche Baden und die Evangelische Landeskirche Württemberg.