Digitalpakt 2.0
Der neue Digitalpakt 2.0 bringt bis 2030 insgesamt fünf Milliarden Euro für die digitale Schulmodernisierung – eine Chance für zeitgemäßen Religionsunterricht und wichtige Impulse für ethische Bildung in der digitalen Welt.
Bund und Länder haben sich im Dezember 2024 auf den Digitalpakt 2.0 geeinigt. Von 2026 bis 2030 fließen insgesamt fünf Milliarden Euro in die Digitalisierung der Schulen – mit vorzeitigem Maßnahmenbeginn bereits ab Januar 2025. Diesmal mit einem ganzheitlichen Ansatz: Neben technischer Ausstattung werden explizit auch Wartung, Support und digitale Lernumgebungen gefördert.
Für Religionslehrkräfte eröffnet dies wichtige Perspektiven: Die Gleichwertigkeit der Bildungschancen, die Bundesbildungsministerin Karin Prien als Ziel des Pakts betont, ist auch ein zentrales religionspädagogisches Anliegen. Digitale Teilhabe ist eine Frage der Bildungsgerechtigkeit – ein Thema, das unmittelbar mit ethischen und religiösen Grundfragen verbunden ist.
Zugleich rücken Medienkompetenz sowie KI und Ethik verstärkt in den Fokus des Unterrichts. Der Religionsunterricht kann hier wichtige Reflexionsräume bieten: Wie gehen wir verantwortungsvoll mit digitalen Medien um? Welche ethischen Fragen wirft Künstliche Intelligenz auf? Was bedeutet Menschenwürde in der digitalen Welt?
Ein zentrales Element des Digitalpakts 2.0 ist die Förderung von Lehrkräfte-Fortbildungen durch die Bund-Länder-Initiative „Digitales Lehren und Lernen“. Nutzen Sie diese Chance: Bringen Sie sich aktiv in die Schulentwicklung ein und gestalten Sie digitale Bildung mit religiös-ethischer Kompetenz mit.