LEGENDEN DER ÜBERTREIBUNG – HEILIGE
Arbeiten von Harald Herrmann
2021
Offene Finissage im Karl Rahner Haus Samstag, 18. September 2021, 14.00 Uhr – 17.00 Uhr
Eröffnung: Emi Miyochi (Tanz) 14. 00 Uhr
anschließend:
Gespräch zwischen P. Thomas G. Brogl und Harald Herrmann
Den Flyer der Finissage finden Sie hier>>
Vorbehaltlich der tagesaktuellen Corona-Verordnung gilt die 3-G-Regel, d.h. vollständig Geimpften, negativ Getesteten und Genesenen ist unter Vorlage eines gültigen Nachweises sowie unter Wahrung der notwendigen Fristen die Teilnahme an der Finissage möglich. Dies wird am Einlass kontrolliert.

26. April bis 18. September 2021
Die Geschichte der Heiligen
ist auch eine Geschichte der Übertreibungen und ihrer Legendenbildungen – ein Transfer von Bildern, Worten und Taten. Wie ein Palimpsest wurden die Heiligen mit der Zeit überschrieben, immer und immer wieder: Erscheinungen, Qualen, Irrationales und Rationales, Wegmarken, Anrufungsstätten. Heilige scheinen ein ewiger, verlässlicher Kompass zu sein, in deren Geschichten sich die Sakralisierung des Lebens einschreibt, das nackte Leben, die nackte Existenz, das blinde Wandern.
Für den Künstler Harald Herrmann gilt es, dieses Wandern zu bevölkern. Sobald der oder die Heilige anwesend ist, wird er, wird sie auch zur dienenden Person. In ihre kosmische Einfalt mischt sich menschliches Flehen. In diesen Riss der anwesenden Abwesenheit wird alle Hoffnung gelegt.
Für den Künstler Harald Herrmann gilt es, dieses Wandern zu bevölkern. Sobald der oder die Heilige anwesend ist, wird er, wird sie auch zur dienenden Person. In ihre kosmische Einfalt mischt sich menschliches Flehen. In diesen Riss der anwesenden Abwesenheit wird alle Hoffnung gelegt.
Mit dem Projekt LEGENDEN DER ÜBERTREIBUNG – HEILIGE
setzt Harald Herrmann seine 2014 publizierten Arbeiten DAS NACKTE LEBEN und KENOSIS (2015) zur Sakralität in der Kunst fort und begibt sich damit auf das Terrain tief verankerter (Volks)Frömmigkeit, die seit jeher besondere Personen/Vorbilder durch unglaubliche Übermalungen und Überschreibungen in die Sphäre glaubender Verehrung und flehender Anrufung rückte.
Die Ausstellung bietet Anlass, sich mit der Geschichte der Heiligen auch als Geschichte der Übertreibungen und ihrer Legendenbildungen auseinanderzusetzen und sich mit heutigem Blick dem Transfer von Bildern, Worten und Taten anzunähern.
Fünf Ausstellungsorte in Freiburg
Neben dem Karl Rahner Haus sind die Katholischen Akademie, die Citypastoral St. Martin, die Pfarrei Liebfrauen (Freiburg-Günterstal) sowie die Pfarrei St. Maria Magdalena (Freiburg-Rieselfeld) an diesem Projekt beteiligt.
Öffnungszeiten
Die Ausstellung im Karl Rahner Haus, Habsburgerstraße 107, kann mit bestätigter Voranmeldung besucht werden:
Montag, Mittwoch und Donnerstag zwischen 8:00h und 12:00h
und
Dienstag, Mittwoch und Donnerstag zwischen 14:00h und 17:00h
Da derzeit nur vier Personen gleichzeitig die Ausstellung besuchen dürfen, richten Sie Ihre Anmeldung bitte am Vortag bis 12:00h unter Angabe Ihrer Kontaktdaten an: hauswirtschaft@ipb-freiburg.de.
Auf diese Weise können wir Ihnen feste Besuchszeiten ohne Wartezeiten zuweisen. Bitte beachten Sie stets die tagesaktuellen Inzidenzzahlen.
Aktuelle Hinweise zu Besichtigungsmöglichkeiten an den übrigen vier Orten finden Sie auf den Homepages der jeweiligen Häuser und Kirchengemeinden.
Finissage in der Katholischen Akademie
20. Juli 2021, 19:00h
Warum gibt es so etwas wie Heiligenverehrung? Was macht „die Heiligen“ so besonders – ihr vorbildlich geführtes Leben, ihre Überzeugung, für die sie, bis hin zum (gewaltsamen) Tod, alles auf sich nahmen oder ihre klugen Hinterlassenschaften? Und weshalb werden einige Menschen heiliggesprochen, andere aber nicht, die es durchaus wert wären? Zum Ende der aktuellen Ausstellung wird die Kirchenhistorikerin Christine Schmitt einen kritischen Blick auf das Thema »Heilige«, ihr Potential und die mitunter übertriebene Legendenbildung werfen. Dabei soll auch zur Sprache kommen, was „Sinn und Zweck“ einer gelebten Heiligenverehrung ist und wo diese durchaus problematisiert und hinterfragt werden sollte. Im Anschluss an ihr Referat wird der Künstler Harald Herrmann zu Wort kommen und im Gespräch darauf eingehen, welche Heiligen-Perspektiven in und mit seinen Bildern zum Ausdruck kommen.
Mitwirkende:
Dr. Christine Schmitt, Theologin/Historikerin, Freiburg
Harald Herrmann, Künstler, Freiburg
Finissage im Karl Rahner Haus
Samstag, 18. September 2021, 14.00 Uhr – 17.00 Uhr
Eröffnung: Emi Miyochi (Tanz) 14. 00 Uhr
anschließend:
Gespräch zwischen P. Thomas G. Brogl und Harald Herrmann