Anlässlich des 800. Todestages des heiligen Franz von Assisi veröffentlicht das Institut für Religionspädagogik und Lehrkräftefortbildung in Bayern (IRL) eine interessante Handreichung für die Grundschule.
Franz von Assisi als Tranformationsfigur
Der Beitrag von Franziska Pichler über biografische Gestalten im Religionsunterricht der Grundschule geht über die Vermittlung rein biografischer Inhalte weit hinaus und verzichtet auf moralische Nachahmungsappelle, bei denen die Auseinandersetzung mit Heiligen auf die Orientierung an ihren vorbildhaften Handlungen reduziert wird.
Im Zentrum steht ein Verständnis religiöser Bildung, das nicht primär auf Wissen oder Verhalten zielt, sondern auf die Weise, wie Menschen Wirklichkeit wahrnehmen und deuten. Die Auseinandersetzung mit Franz von Assisi gewinnt für den Religionsunterricht der Grundschule dort an Tiefe, wo sie im Horizont transformatorischer Bildungsprozesse und im Kontext des theologischen Begriffes der Metanoia erschlossen wird. Franziskus erscheint als Transformationsfigur, an der exemplarisch sichtbar wird, wie veränderte Wahrnehmung und Deutung neue Formen des Welt- und Selbstverhältnisses eröffnen können.
Zeitnah soll ein konkreter Unterrichtsbaustein entwickelt werden, der diese Überlegungen exemplarisch aufgreift und in unterrichtspraktische Kontexte übersetzt. Auf die Umsetzung dieses innovativen Ansatzes können wir uns freuen.
Die Handreichung kann auf der Seite des IRL hier heruntergeladen werden.