Palmsonntag: Liturgie

 
3. Liturgie

Seit dem siebten Jahrhundert werden zu Beginn des Palmsonntagsgottesdienstes Palmzweige gesegnet, in nördlicheren Gegenden auch Zweige vom Buchs- oder Weidenbaum. Danach erfolgt meist eine kurze Prozession auf dem Kirchplatz und durch das Langhaus der Kirche. Vorausgetragen wird ein großes Kreuz oder ein kostbares Evangelienbuch, das Christus symbolisiert. In Deutschland fanden solche Palmprozessionen erstmals im elften Jahrhundert statt. Dabei wird meist ein Palmsonntags- oder Christkönigslied gesungen, das den hebräischen Flehruf: Hosanna! (Hilf doch, Herr!) enthält. Als Schrifttext werden am Palmsonntag im jährlichen Rhythmus abwechselnd die Passionserzählungen aus dem Matthäusevangelium

(Mt 26,1–27,66),  Markusevangelium (Mk 14,1–15,47) und Lukasevangelium (Lk 22,1–23,56) vorgetragen. Dabei liest ein Priester oder Diakon die Rolle Jesu, während zwei oder drei weitere Gemeindemitglieder den Erzähltext und die Äußerungen der übrigen Personen vortragen.

Die liturgische Farbe des Palmsonntags ist rot, wodurch unterstrichen wird, dass der Palmsonntag bereits zur Karwoche gehört.