Rassismus – Das schleichende Gift unserer Gesellschaft

Das Thema Rassismus ist – und das in besonderer Weise – in schulischen Zusammenhängen von Bedeutung und sollte im Fach Katholische Religionslehre kompetent und differenziert in den Blick genommen werden.
Die Klassenstufe 9/10 scheint für die Bearbeitung in besonderer Weise geeignet, da in diesem Alter der Identitätsfindung und damit auch der Auseinandersetzung mit dem eigenen Menschen- und Weltbild eine besondere Bedeutung zukommt. Im Christentum gehen wir davon aus, dass wir als Abbild Gottes geschaffen sind, dass jedem Menschen durch Gott die gleiche Würde zukommt. Daraus ist zu folgern, dass Christinnen und Christen immer dann eine besondere Aufgabe zukommt, wenn die Würde des Anderen in Zweifel gezogen und verletzt wird. Rassismus und gelebtes Christentum können daher keine Schnittmenge haben. Papst Franziskus spricht uns direkt an, wenn er in seiner Enzyklika Fratelli tutti schreibt: Ein jeder von uns ist aufgerufen, Friedensstifter zu sein, der einigend wirkt und nicht trennt, der den Hass auslöscht und ihn nicht aufrechterhält, indem er Wege des Dialoges öffnet und keine neuen Mauern errichtet. (FT 284)
Die Unterrichtssequenz will mit drei Doppelstunden und einer anschließenden Projektphase einen kleinen Beitrag dazu leisten. Die Schülerinnen und Schüler untersuchen aus verschiedenen Perspektiven das Phänomen Rassismus und begründen, inwiefern Rassismus menschenfeindlich ist, den gesellschaftlichen Frieden gefährdet und deshalb ethisch herausfordert. Sie können die verschiedenen Ebenen und Ausprägungen von Rassismus erklären und darlegen, warum Rassismus neben gesellschaftlichen auch theologische Fragestellungen aufwirft.
Die Sequenz arbeitet an aktuellen Beispielen, nimmt Bibel-, Bild- und Filmarbeit auf und schließt mit einer Zukunftswerkstatt ab, welche die Erarbeitung konkret werden lässt.
Die Online-Publikation kann im IRP-Shop zum Download erworben werden.