Resilienz
Eine Arbeitshilfe der evangelischen Kirche beleuchtet den Einfluss von religiöser Bildung auf die Widerstandkraft von Kindern: „Resilienz – wie Religion Kinder stark macht“ (Stuttgart 2014).
Die Arbeitshilfe beschreibt, was Resilienz ist, welche Rolle Religion bei der ihrer Entwicklung spielt und was Erzieherinnen und Erzieher in Kinderkrippen, Kindergärten und anderen Tageseinrichtungen dazu beitragen können, dass Kinder seelisch stark werden und zuversichtlich durchs Leben gehen.
Was Kinder stark macht, ist die Unterstützung durch Gott und durch andere Menschen sowie die inneren Kräfte eines Kindes. Für die inneren, seelischen Kräfte wird heute das Fachwort „Resilienz“ verwendet. Der Begriff leitet sich von dem englischen Wort resilience (Spannkraft, Strapazierfähigkeit) ab und bezeichnet die Fähigkeit, erfolgreich mit Herausforderungen und Schwierigkeiten umgehen zu können.
Dabei spielen religiöse Erfahrungen und der Glauben eine wichtige Rolle. Die Arbeitshilfe stellt biblische Psalmen als Kraftquelle für Kinder vor und zeigt Rituale im Kindergartenalltag, die Kinder stark machen. Die Rolle des Humors im Erziehungsalltag wird aus Sicht des Pädagogen Janus Korcak beleuchtet und biblische Geschichten werden als Relsilienzgeschichten vorgestellt. In einem Angang sind ausdrückliche religiöse Elemente und Rituale gesammt, die die Resilienzentwicklung bei Kindergartenkindern stärken können.
Eine wichtige Rolle spielt in der Arbeitshilfe auch die Resilienzentwicklung der pädagogischen Fachkräfte selbst. Ein Vorschlag für einen Elternabend gibt Erzieherinnen und Erziehern Material an die Hand, um das Thema in der Erziehungspartnerschaft mit den Eltern zu erschließen.
Die Arbeitshilfe bietet eine breite Palette für Kindergarten-Teams zur Auseinandersetzung mit dem wichtigen Thema.
Die verschiedenen Herausgeber der Arbeitshilfe sowie mehr Infos und Bestellmöglichkeit finden Sie auf der Homepage des RPI
Experten: Religion macht Kinder stark
Christlich erzogene Kinder haben nach der Meinung von Experten gute Aussichten, sich zu verantwortungsbewussten Erwachsenen zu entwickeln. Eine Meldung der Katholische Nachrichtenagentur (KNA) zu einer Tagung legt das nahe:
"Christlich erzogene Kinder haben nach Ansicht von Experten gute Aussichten, sich zu verantwortungsbewussten Erwachsenen zu entwickeln. „Religion macht Kinder stark“, sagte der Münsteraner Religionspädagoge Frieder Harz am Freitag in Schwerte-Villigst. Jungen und Mädchen, die frühzeitig mit dem Glauben in Kontakt kämen, würden zu sozialem Handeln ermutigt und könnten besser mit Konflikten umgehen, weil sie in der Beziehung zu Gott Geborgenheit und Bindung erführen, erläuterte Harz. Der Leiter des Pädagogischen Instituts der westfälischen Landeskirche, Hans-Martin Lübking, hob die besondere Rolle der Religion für die interkulturelle Erziehung hervor: „Ohne Religion bleiben fremde Kulturen unverständlich. Die Verständigung untereinander wird blockiert, wenn man kein Gespür für die religiösen Wurzeln fremder Menschen aufbringt.“ Tolerant könne man nur sein, „wenn man nicht um die eigene Identität fürchten muss und weiß, wo man selbst zu Hause ist“. - An der Tagung (2012) nahmen rund 160 haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende aus der westfälischen Landeskirche teil.
