Nachhaltigkeit
Bezug zum Orientierungsplan
In vielen Bundesländern, so auch in Baden-Württemberg, sind in die Bildungs- und Orientierungspläne für Kindergärten und Kitas die Gedanken und Impulse der Bildungsinitiative aufgenommen worden.
Im Orientierungsplan für Bildung und Erziehung in baden-württembergischen Kindergärten weisen Ziele und Anregungen auf die Gestaltung des ökologischen Umfeldes und der Umwelt mit dem Blick auf Nachhaltigkeit. Im Orientierungsplan wurden auch im 6. Bildungsfeld „Sinn, Werte und Religion“ diese Aspekte in den Bereich der religiösen Bildung eingearbeitet. Diese Entwicklung passte sehr gut, denn die Bewahrung der Schöpfung nimmt in der christlichen Theologie und pastoralen Praxis einen breiten Raum ein.
So heißt es im Orientierungsplan:
- „Kinder bringen sich zusammen mit anderen in die nachhaltige Gestaltung ihres sozialen und ökologischen Umfeldes ein.“ (Ziel)
- „Wie werden Kinder angeregt, die Welt, in der sie leben, wert zu schätzen?“ (B6)
- „Wo und wie können die Kinder Erfahrungen sammeln, um Verantwortung für „ihre“ Welt zu übernehmen?“ (B6)
- „Wie und wodurch werden die Kinder angeregt, Natur und Schöpfung zu achten?“ (B6)
- „Wie erfahren Kinder etwas über die Bedeutung eines nachhaltigen Umgangs mit unseren Ressourcen?“ (B6)
- „Wie erfährt jedes Kind, dass Lebensmittel und alltägliche Dinge als wertvoll geachtet werden?“ (B6)
Was ist Nachhaltigkeit? - Erklärfilm zu Nachhaltigkeit
https://www.haus-der-kleinen-forscher.de/de/ueberuns/projekte/bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung/
Hier finden sich zahlreiche empfehlenswerte Praxisbeispiele aus Kindergärten und Kitas rund um das Thema Nachhaltigkeit:
https://www.haus-der-kleinen-forscher.de/de/praxisanregungen/praxisbeispiele/Buchtipp: Rettet die Erde (2020)

Klimafrühstück – Wie unser Essen das Klima beeinflusst
Die Kontaktstelle Umwelt und Entwicklung e.V. in Berlin hat eine Aktions- und Lernidee rund um das Thema Nachhaltigkeit enwickelt. Ein Modul richtet sich an 4 bis 6jährige Kinder in Kitas und kann als Vertiefung und Weiterführung von Erntedank umgesetzt werden.
Nachdem in vielen Einrichtungen auf unterschiedliche Weise Anfang Oktober das Erntedankfest thematisiert oder gefeiert wurde, lässt sich aufbauend auf die Themen des Erntedanks in Richtung Nachhaltigkeit weiter arbeiten. Im „Orientierungsplan für Bildung und Erziehung für baden-württembergische Kindergärten“ lautet ein Ziel im Bildungsfeld „Sinn, Werte und Religion“:
- „Kinder bringen sich zusammen mit anderen in die nachhaltige Gestaltung ihres sozialen und ökologischen Umfeldes ein“.
Und in den Anregungen zu dem Ziel heißt es weiter:
- „Wie erfahren Kinder etwas über die Bedeutung eines nachhaltigen Umgangs mit unseren Ressourcen?“ (B6)
- „Wie erfährt jedes Kind, dass Lebensmittel und alltägliche Dinge als wertvoll geachtet werden?“ (B6)
- „Wie wird die Gemeinschaft des Essens bzw. Feierns erfahrbar gemacht und gestärkt?“
Impulse zur Umsetzung dieses Anliegens bietet zum Beispiel der eingetragene Verein „Umwelt und Entwicklung". Er hat verschiedene Module für ein sogenanntes Klima-Frühstück erarbeitet. „Das Klimafrühstück" wurde 2014 zum dritten Mal von der Deutschen UNESCO-Kommission als offizielles UN-Dekadeprojekt ausgezeichnet! Aus der Beschreibung des Projektes:
„Frühstücken und Klima schützen? Was hat das miteinander zu tun? Mit dem Projekt „Das Klimafrühstück – Wie unser Essen das Klima beeinflusst“ hat es sich KATE e.V. zur Aufgabe gemacht diesen Zusammenhang Kindern näher zu bringen. Damit wird in der komplexen Thematik Klimawandel ein Schwerpunkt gesetzt. Durch selbständiges Handeln und Denken, Mitmachen und Erleben können Kinder viele neue Erfahrungen sammeln. Daher ist das Bildungsangebot so konzipiert, dass die Partizipation der Kinder im Vordergrund steht. Das gemeinsame Frühstück bildet dabei den Kern. „Das Klimafrühstück“ orientiert sich sowohl inhaltlich als auch methodisch am Konzept der Bildung für Nachhaltige Entwicklung. So verstehen die Kinder beispielsweise nicht nur das Was und Wie, sondern auch welche eigene Rolle sie dabei spielen und welche Gestaltungsmöglichkeiten sie haben. Zudem werden sie für den Umgang mit den Begriffen und Zusammenhängen sensibilisiert und können bereits bekannte Inhalte und Themen in einem neuen Kontext kennen lernen. Das Projekt kann vielseitig eingesetzt werden. Es dient als Einstieg in die ausführliche Bearbeitung zum Beispiel der Themen Klimaschutz oder Ernährung. Es kann aber auch als eigenständiges Projekt durchgeführt werden.“
Ein Modul richtet sich an Kitas und wird auf der Homepage des Vereins so beschrieben:
Modul 01: Kindergarten
„Diese Modul ist im Zuge eines einjährigen Prozesses für Kinder im Alter zwischen 4 und 6 Jahren entwickelt worden und beinhaltet vielfältige altersgerechte Methoden:
vom einfachen Erklären, über gemeinsame Diskussionen und Gespräche bis hin zum aktiven Spielen, Malen, Singen und eigenem Erkunden. Die Kinder entwickeln hierüber ein erstes Gespür für naturwissenschaftliche Phänomene, wie beispielsweise die Wirkungsweise des CO2. Sie lernen verschiedene Großregionen der Erde und das dort vorherrschende Klima kennen und verstehen, dass das Klima überall auf der Welt anders ist. Zudem bringen sie in Erfahrung, dass sich das Klima ändert und bekommen eine erste Idee zu Ursachen und Wirkungsweisen. Das Kindergarten-Modul ist ein konkreter Vorschlag, der je nach den Bedürfnissen der Kinder und Erzieher*innen sowie den Gegebenheiten in der Einrichtung gut angepasst werden kann. Zur Durchführung dieses Moduls sind 3 Termine à 40 Minuten vorgesehen.“
Weitere Informationen zum Projekt und zu den Materialen finden Sie auf der Homepage der Kontaktstelle Umwelt und Entwicklung e.V.: hier
