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Medienpädagogik

Kinder wachsen heute in einer mediengeprägten Welt auf. Bereits in Krippen und Kindergärten stellt sich die Frage, wie Kinder Medien als Lernhelfer, als Medium zur Kommunikation, zur Informationsgewinnung und zur Sensibilisierung der Sinn einsetzen können. Verschiedene Studien und Broschüren geben Einblicke und Tipps:
Anregungen aus dem „Orientierungsplan für Bildung und Erziehung in baden-württembergische Kindergärten" zur Entwicklung von Medienkompetenz im Kindergarten.
Das Referat Elementarpädagogik des IRP hat eine Übersicht der Anregungen aus dem „Orientierungplan für Bildung und Erziehung" zusammengestellt, die sich auf den Umgang mit Medien und mit der Erziehung zur Medienkompetenz beziehen.

Diese Zusammenschau finden Sie zum Download hier:

Quelle: IRP Freiburg Referat Elementarpädagogik

 
Digitale Medien in der Kita als eine von 100 Sprachen - Medienpreis für Kieler Kita

Der vom Bundesministerium für Familie geförderte Medienpreis (Dieter Baacke-Preis) ging in der Kategorie A „Projekte von und mit Kindern“ an die Kieler Kita Colorito, die in einem Medienatelier Kindergartenkindern unterschiedliche Medien zur Selbstnutzung zugänglich macht. In einer Projektphase beschäftigten sich Kinder mit Kirchenraumgestaltung.

Das Medienatelier – Digitale Medien als eine von 100 Sprachen

Projektbeschreibung: Ein Atelier, das Kitakinder anregt, Medien und ihre gestalterischen und explorativen Möglichkeiten kennenzulernen. Dabei werden Fotografie, Beamer, Laptop, Drucker und Drawpad als Werkzeuge genutzt. Die Kinder lernen Medien als Instrumente der Aneignung und Untersuchung von Welt kennen und nutzen sie zugleich als Mittel des kreativen Ausdrucks und Experimentierens. Das Atelier verdeutlicht, wie medienpädagogische Angebote in den Gesamtablauf des Kitaalltags integriert und mit verschiedenen Bildungsbereichen in der Kita verknüpft werden können.

Auf der Website der Stiftung zeigt ein kurzer Film erste Eindrücke, z.B. zu einem Kirchenraumprojekt:

 
 
 Kita digital: Frühe Medienerziehung
Sollen Kitas und Kindergärten medienfreie Zonen in Bezug auf digitale Medien sein oder durchdigitalisiert werden. In diesem Spannungsfeld stehen die Medienpädagogik und die Medienbildung. Tipps zur Orientierung, Meinungsbildung und zu Praxismodellen.
 
 

Quelle: kopaed Medienpädagogik

Digitale Medien im Kindergarten und der Kita? Diese Frage polarisiert bei Eltern ebenso wie bei dem pädagogischen Fachpersonal. In der Ausgabe 2/2018 der Zeitschrift für Medienpädagogik „merz medien + erziehen“ geht es um darum, wie Medienbildung schon in der Früherziehung gelingen kann und welche Vorraussetzungen dafür geschaffen werden müssen. Ebenso werden Modellprojekte (Tablet-Projekte, Musik-Apps für Kinder im Vorschulalter) vorgestellt. Es geht um inklusive Ansätze und um die Erziehungspartnerschaft mit den Eltern.
Insgesamt zeigen die praxisnahen Beiträge ein ausgewogenes Spektrum, das es Leiterinnen und Leitern von Kitas und Kindergärten, sowie Erzieherinnen und Erziehern ermöglicht, sich zu informieren und zu qualifizieren. Diese Ausgabe sollten in allen Kitas vorhanden und in den Teams intensiv diskutiert werden.
(IRP Freiburg, Referat Elementarpädagogik, Referentin Heike Helmchen-Menke)
Aus dem Editorial:
„Im Themenschwerpunkt der merz 2/2018 wird der Frage nachgegangen, vor welchen Herausforderungen Kitas stehen, wenn sie sich entschließen, die digitalen Medien in ihre Konzeptionen mit einzubeziehen. Dabei sind mehrere Hürden zu überwinden: Skep­tische Eltern, die Medien kritisch betrachten und zumindest teilweise eher die medienfreien Kitas bevorzugen, medienpädagogisch unerfahrenes pädagogisches Personal sowie fehlende technische Ausstattung, die einen sinnvollen Medien­einsatz in der Kita erschwert. In diesem Heft wird deshalb der aktuelle Stand der Diskussion um eine zukünftige medienpädagogische Ausrichtung der Kita beleuchtet und es werden Erfahrungen, Konzepte und Modellprojekte vorgestellt, die den Weg zur ‚Kita digital‘ eröffnen.“
Näheres auf der Homepage des Verlages:
 
Studie: „Mobile Medien und Internet im Kindesalter – Fokus Kindertagesstätten“

 Diese Studie bietet ergänzende Informationen rund um den Themenkreis Medien in der Kita.

 Die Studie „Mobile Medien und Internet im Kindesalter – Fokus Kindertagesstätten“ untersucht Ausgangsbedingungen für die Arbeit mit mobilen und digitalen Medien in Kindertageseinrichtungen. Ausführliche Gespräche mit 178 pädagogischen Mitarbeitenden und Leitungen in 33 Einrichtungen geben Aufschlüsse darüber, welche Bedarfe aufseiten des pädagogischen Personals ausgemacht werden können. Einen Schwerpunkt bildet in dieser Teilstudie darüber hinaus, inwiefern digitales Spielen in den Einrichtungen von Bedeutung ist.

 Die Studie wurde vom Verein JFF durchgeführt. Träger des JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis ist der gemeinnützige Verein "JFF – Jugend Film Fernsehen e.V.". Mitglieder des Vereins sind Vertreterinnen und Vertreter aus Medienwissenschaft und Medienpädagogik, Erziehungs-, Bildungs- und Kultureinrichtungen sowie aus in- und ausländischen Medieninstitutionen.

 Eine Zusammenfassung der Studienergebnisse findet sich auf der Website des Vereins:

Dort gibt es auch den Zugang zum kostenlosen Download der gesamten Studie.

Basisuntersuchung zum Medienumgang 2- bis 5-jähriger in Deutschland
Zum zweiten Mal ist eine repräsentative Studie mit Basisdaten zur Mediennutzung von Kindern zwischen zwei und fünf Jahren in Deutschland erschienen. Bilderbücher und Kindersendungen im Fernsehen sind die wichtigsten Medien für Kindergartenkinder.
Die Untersuchung miniKM 2014 wird veröffentlicht vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs) - eine Kooperation der Landesmedienanstalten von Baden-Württemberg (LFK) und Rheinland-Pfalz (LMK) – in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk (SWR). Auf der Basis einer schriftlichen Befragung der Haupterzieherinnen und -erzieher zeigt die Publikation die Bedeutung verschiedener Medien für Kinder im Kindergartenaltern und gibt einen Einblick in das Nutzungsverhalten der Kinder: Fernsehen und Bilderbücher sind die wichtigsten Medien für die Kinder zwischen zwei und fünf Jahren: Während für die Mehrheit der Zwei- bis Dreijährigen Bücher unverzichtbar sind, ist für die Vier- und Fünfjährigen das Fernsehen das wichtigste Medium. Computer und Internet spielen im Alltag der Zwei- bis Fünfjährigen eine sehr untergeordnete Rolle, lediglich 15 Prozent der Kinder haben schon erste Erfahrungen mit dem PC gesammelt.
Nähere Informationen und kostenfreie Downloadmöglichkeit finden Sie auf der Homepage des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest (mpfs): hier>>
 
Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbundes zur Mediennutzung bei 2-5jähringen Kindern (2012)
Im Alltag von zwei- bis fünfjährigen Kindern spielen besonders das Fernsehen und (Bilder-)Bücher eine wichtige Rolle. Während für die Mehrheit der Zwei- bis Dreijährigen Bücher unverzichtbar sind, ist für die Vier- und Fünfjährigen das Fernsehen das wichtigste Medium. Nach Einschätzung der Eltern ist vor allem das Buch ein wichtiges Medium, das die Fantasie von Kindern fördert. Außerdem denkt der Großteil der Haupterzieher, dass Kinder durch Bücher lernen und diese ein wichtiger Faktor für den späteren Schulerfolg sind. Film und Fernsehen sehen viele Eltern eher kritisch. Computer und Internet spielen bei der Mediennutzung der Zwei- bis Fünfjährigen kaum eine Rolle, lediglich 16 Prozent der Kinder haben schon erste Erfahrungen mit dem PC gesammelt. Und auch die modernen Tablet-PCs haben bisher noch keinen festen Platz im Kinderzimmer: 57 Prozent der Eltern finden, dass Tablet-PCs nichts für Kinder sind.
Informationen zur Studie und Möglichkeit zum kostenfreien Download auf der Homepage des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest: http://www.mpfs.de/?id=565
 Schriftenreihe Medienkompetenz „Aufwachsen in mediatisierten Lebenswelten. Drei- bis Achtjährige"  (Aktion Jugendschutz. Landesarbeitsstelle Baden-Württemberg 2013)

Dieses Heft bietet einen guten Überblick über Fragen der Medienpädagogik.  Fachleute aus der Wissenschaft und der (medien-)pädagogischen Praxis plädieren dafür, durch projekthafte Mediennutzung bei Kindern Medienkompetenz zu entwickeln. „Ein Aufwachsen in einem „Schonraum ohne Medien“ ist kaum zu verwirklichen und auch nicht angebracht.“ Die Autorinnen und Autoren „sind der Meinung, dass man früh beginnen sollte, Kinder mit altersspezifischen Angeboten zu unterstützen, um einen sinnvollen und verantwortungsvollen Umgang mit Medien zu fördern.“ Dazu geben sie wertvolle Kriterien an die Hand, wie mediengestützte Projekte zur Medienkompetenzentwicklung beitragen können. Ein Artikel zeigt Möglichkeiten der medienpädagogischen Elternarbeit. Ein Beitrag über Medienpädagogik in der Ausbildung zur Erzieherin und zum Erzieher und ein Positionspapier zum Medienpädagogischen Anforderungsprofil für Erzieherinnen und Erzieher bereichern das Heft. Allerdings wird im Beitrag „Medienpädagogik in der Ausbildung" bei der Darstellung des Orientierungs - und Bildungsplanes in Baden-Württemberg nur ein kleiner Teil der entsprechenden Anregungen aus dem Plan aufgeführt und dann ungerechtfertigterweise krititsiert, dass der Orientierungsplan angeblich „von einem medienfreien Leben ausgeht" (S. 33).  Bestellmöglichkeit auf der Homepage des AJS:

 

Beitrag „Digitale Medien sind Alltag" in der Fachzeitschrift „kindergarten heute" (10/2013)

Antje Bostelmann beschreibt, wie ein dänischer Kindergarten den Auftrag aus den Richtlinien für Kindergärten zur Auseinandersetzung mit neuen Medien umsetzt. Es geht darum, dass in der Einrichtung pädagogische Situationen mit neuen Medien geschaffen werden. Neue Medien werden nie einfach so benutzt, sondern immer mit einem pädagogischen Ziel und einer gut durchdachten Planung. So werden Kinder kreative Akteure und nicht passive Konsumenten. Der Sinn des Einsatzes von neuen Medien entsteht nur in einem projekthaften pädagogischen Kontext, nicht wenn Kinder die Medien einfach nur nutzen. Der Gießener Professor Norbert Neuß kommentiert im selben Heft daher auch den Einsatz von neuen Medien als sinnvoll, wenn sie „den Mehrwert von neuen Medien im Rahmen von Projekten nutzen“. (Vgl. die Seiten 28-31.) Der Beitrag von Prof. Neuß kann auf der Homepage der Fachzeitschrift kindergarten heute nachgelesen werden: hier

Tipp: Medienpädagogisches Angebot zu Weihnachten
Im Netzwerk frühkindlicher Bildung „Bibernetz“ ist ein praxiserprobtes Weihnachtsprojekt zum Thema „Schenken“ veröffentlicht worden. Die Durchführung des kreativen Medienprojektes versteht sich als Beitrag zur aktiven Medienarbeit, indem die Kinder gemeinsam mit der pädagogischen Fachkraft die Weihnachtsgeschichte als Film erstellen. Die Kinder lernen den Umgang mit der Digitalkamera, überlegen, wie bestimmte „Szenen" entwickelt und umgesetzt und diese schließlich zu einem Film zusammengefasst werden. Die Mädchen und Jungen nehmen Textpassagen auf und kommen mit Audioaufnahme und -bearbeitungssoftware in Kontakt. Die Geschichte bezieht sich auf die biblische Weihnachtserzählung. Das Projekt integriert verschiedene Bildungsschwerpunkte und -inhalte, die übergreifend wirksam werden: sprachliche Förderung, Technikeinsatz und Medienarbeit, ästhetische Förderung, soziale Kompetenzen und Teamfähigkeit, Konsequenz und Selbstbewusstsein sowie Elternarbeit. Zum Film sowie zu weiteren Informationen zum Projekt auf der Homepage von bibernetz: http://www.bibernetz.de/wws/unsere-weihnachtsgeschichte.html
 Tipp: Medienpädagogisches Angebot zu Ostern "Virtuelle Ostereier"
Wie Kinder in einem digital gestützten Osterratespiel österliche Symbole kennenlernen, zeigt ein Bildungsangebot auf der Website von Bibernetz.de: http://www.bibernetz.de/wws/osterratespiel.html