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Flucht - Kinder mit Fluchterfahrung im Kindergarten bzw. in der Kita

 
Immer mehr Kinder mit Fluchterfahrungen besuchen Kindergärten und Kitas. Es gibt einige Bilderbücher, die das Thema Flucht auf kindgemäße Weise aufgreifen. Sie sind geeignet, das Thema Flucht behutsam in der Einrichtungen aufzunehmen. Im Bereich der religiösen Bildung (z.B. dem Erschließen christlicher Werte wie Gastfreundschaft und Fremdenfreundlichkeit; oder der Aufnahme von Anlässen für interreligiöses Lernen) eignen sich folgende Bücher und Arbeitshilfen:
 
Religionspädagogische Praxis - Zu Hause in der Fremde (Heft 2/2016)
In der Zeitschrift für eine ganzheitliche Glaubensverkündigung „Religionspädagogische Praxis" ist mit dem Heft 2/2016 ein Heft mit dem Schwerpunktthema „Zu Hause in der Fremde" veröffentlicht worden. Darin finden sich religiöse Impulse zur Frage, wie mit Schutz suchenden Menschen umgegangen wird. „Das Jesuskind musste fliehen, den Schutzraum des Hauses in Nazaret verlassen, weil ein mächtige König es töten wollte. Wie sehr verbindet sich diese biblische Thematik heute mit der Flüchtlingsproblematik".  Eine Einheit zum Thema „Zu Hause sein" erschließt für Kindergartenkinder auch die religiöse Dimension des Hauses, des zu Hauses und mit der biblischen Erzählung von der Flucht Jesus mit seinen Eltern nach Ägypten.
Das Heft ist sehr empfehlenswert für alle Kindergärten, Kitas und Kindertageseinrichtungen, um Kindern, dem pädagogischen Fachpersonal und den Eltern Impulse zu geben, um sich (auch unabhängig davon, ob Kinder mit Fluchterfahrung in der Einrichtung sind oder nicht) mit dem dringenden Thema zu befassen und auch religiös zu erfassen.
 
Buchtipp:  „Zuhause kann überall sein“ (München 2015)
In „Zuhause kann überall sein“ erzählt Irena Kobald die Geschichte eines Mädchens, das mit seiner Tante aus einem Kriegsgebiet in ein anderes Land  flüchtet. Aus der Sicht des Mädchens wird deutlich, welche Eindrücke Kinder, die Fluchterfahrungen hinter sich haben, im neuen Land haben können: Alles war fremd. Die Leute, das Essen, die Tiere und Pflanzen – sogar der Wind fühlte sich fremd an. Das größte Problem allerdings, welches die Beheimatung im neuen Land zunächst unmöglich macht, ist die neue Sprache. Wenn das Mädchen herum hört oder angesprochen wird, empfindet es die Wörter als „kalten Wasserfall aus fremden Wörtern“.  „Niemand sprach so wie ich.“ Das empfindet das Kind als so existenziell, dass es nicht mehr weiß, wer es ist. Die ganze Identität ist in Frage gestellt. Daher sucht das Kind Sicherheit im Rückzug. Zuhause  hüllt sie sich in die Gedankenwelt ihrer eigenen Herkunft und Sprache – sie nennt es „sich in ihre alte Decke kuscheln“. Allerdings wird so Gemeinschaft und Integration verhindert. „Ich fragte mich, ob ich mich irgendwann wieder wie ich selbst fühlen würde“. Durch die Begegnung mit einem anderen Mädchen im Park lässt sie sich dann auf eine Freundschaft und auf die neue Sprache ein. Sie webt nach und nach durch das Sprechen mit der neuen Freundin eine neue Decke aus den Worten der neuen Sprache.  Am Schluss des Buches kann sie sagen: Heute ist meine neue Decke genauso warm, weich und gemütlich wie meine alte. Und ich weiß, dass es egal ist, welche Decke ich benutze, denn ich bin immer ich!“.
Dieses wunderbare Buch bietet auch mit den warmen Illustrationen von Frya Blackwood schon für Kinder im Kindergartenalter einen Zugang zu den Herausforderungen, denen Kinder gegenüberstehen, die nach einer Flucht in ein neues Land kommen. Obwohl dieses Kinder sich nun sicher vor dem Krieg  fühlen, der in ihrer Heimat herrscht, kann es für sie schwer sein, im neuen Land heimisch zu werden. Durch die Fremdheitserfahrungen kann die ganze Identität in Frage gestellt werden. Freundschaften und das Erlernen der neuen Sprache tragen dann dazu bei, dass Kinder ihren neuen Lebensort immer mehr als Zuhause erfahren können.
Ein berührendes Buch, das für Kinder, Eltern und pädagogische Fachkräfte einen Blick in Kinderseelen von entwurzelten und zutiefst verunsicherten Kindern aus Flüchtlingsfamilien eröffnet. Zugleich bietet das Buch schon für jüngere Kinder die Möglichkeit, durch das Zugehen auf die Flüchtlingskinder im Kindergarten, deren Situation entscheidend zu verändern.
Ein Buch, das in jeder Kita und in jedem Kindergarten vorhanden sein sollte.
Sie können dieses Buch über die Mediathek für Pastoral und Religionspädagogik ausleihen: hier
Kita Projekt-Ideen zum Bilderbuch „Zuhause kann überall sein“ in „Anders sind wir alle“ (Aline Kurt)
Unter dem Titel „Anders sind wir alle! 40 Kita-Projektideen zu 5  Bilderbüchern“ (Weinheim –Basel 2015) finden sich hilfreiche Methoden, die unter anderem Zugänge speziell zum Bilderbuch „Zuhause kann überall sein“ bieten:  Zugang über Klangerfahrung, Inhaltserschließung, andere Sprachen entdecken, Fremdheitserfahrungen ins Gespräch bringen, Ausflug zu einem Ort, an dem eine andere Kultur erfahrbar wird, Heimat als sicheren Ort begreifbar machen usw. Die Methoden eignen sich in sehr guter Weise, um unterschiedliche Aspekte des Themenkreises um Heimat – Zuhause – Flucht – Migration – Neuanfang – Beheimatung für Kita-Kinder zu erschließen. So kann das Buch „Zuhause kann überall sein“ über einen langen Zeitraum didaktisch aufgearbeitet werden. Wenn das Thema Flucht aus dem Fokus der Medien rücken wird, kann in den Kindergärten und Kitas auf gute Weise weiter daran gearbeitet werden, denn die Herausforderungen der Kinder aus Flüchtlingsfamilien werden die pädagogischen Einrichtungen weiter beschäftigen.
 
 
Buchtipp „Der rote Mantel" von Heinz Janisch (2015). Die Martinslegende in Zeiten der Flüchtlingskrise neu erzählt.
Der Junge Amir ist mit seinem Vater in einem Flüchtlings-Aufnahmelager angekommen. Ein Fremder teilt mit dem frierenden Jungen seine rote Decke. Amir ist dankbar, dass ihm im fremden Land diese Zuwendung widerfährt. Eine Frau reicht ihm eine Schale Suppe und der Junge berichtet froh und stolz, dass er schon die halbe Decke geschenkt bekommen hat. Die Frau erzählt Amir daraufhin die Geschichte des Heiligen Martin von Tour, der seinen Mantel teilte, Mönch und Bischof wurde und dem zu Ehren noch heute Lichter entzündet werden. Amir zündet nun auch eine Kerze an. Auf beeindruckende Weise werden die wichtigsten Stationen im Leben des Heiligen Martin mit der Lebenssituation des Flüchtlingskindes verknüpft. Besser kann die Bedeutung dessen, wofür der Heilge Martin steht, zur Zeit kaum erzählt werden. Die Illustrationen sind in schwarz-weiß gehalten. Einzig die immer wiederkehrende Farbe Rot weißt auf das Wesentlich hin. Ein Buch, das vor den aktuellen Herausforderungen des Flüchtlingszustroms für pädagogische Fachkräfte und Kinder äußerst wertvoll ist und in jedem Leseatelier und jeder Bücherecke einer Kita vorhanden sein sollte.
 
 
Die Youtube Sendung „Hiphopde" zeigt ein Kurzinterview mit einem Kindergartenkind zur Frage nach Ausländern in Kitas.
 
Auf die Frage „Gibts denn auch Ausländer bei Dir im Kindergarten?" antwortet der vierjährige Niklas einfach „Nein, da sind nur Kinder!".
 
Der nur 17 Sekunden dauernde Ausschnitt aus der Sendung zum Thema „Flüchtlinge" ist auf youtube einsehbar: hier
 
 

Weitere Informationen rund um das Thema Kinder mit Fluchterfahrungen im Kindergarten

 
Das Bundesfamilienministerium bietet Unterstützung für Kitas für gelingende Integration
Das Bundesministerium für Familie hat auf seiner Internetseite eine eigene Themenseite „Kinder mit Fluchthintergrund in der Kindertagesbetreuung“ eingerichtet. Dort finden sich zahlreiche Informationen und Links zu rechtlichen Rahmenbedingungen, Berichten und guten Praxistipps:  
 
Zeitschrift „Welt des Kindes“ (2/2016) mit Themenschwerpunkt Flucht
Diese Ausgabe ist jeder Kita und jedem Kindergarten zu empfehlen!
Rund um das Thema Flucht, Fluchterfahrungen und Betreuung von geflüchteten Kindern und ihren Familien finden sich Beiträge aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Das Heft eröffnet mit biblischen Zugängen zum Themenkreis: Auch Jesus war Flüchtling! Andreas Leinhäupl zeigt, welche Konsequenzen die Kernaussagen der biblischen Texte auf die Arbeit in der Kita haben: Schutz der Flüchtlinge, Gastfreundschaft, Begegnung zwischen Einheimischen und Flüchtlingen sowie das Gebot der Nächstenliebe. Daniela Seibert hat Fakten zu Asylverfahren, zum Rechtsanspruch auf Kita-Platz und zu Arbeitshilfen und Materialen zusammengestellt. Das Konzept der kultursensitiven Frühpädagogik stellt Jörn Borke in Bezug auf kulturelle Vielfalt vor. Möglichkeiten und Impulse, wie Kitas mit religiöser Vielfalt umgehen können beschreibt Erna Zonne-Gätjens. Dabei stellt sie unterschiedliche Konzepte im Umgang mit religiöser Diversität vor und holt den Aspekt der Erziehungspartnerschaft mit den Eltern in den Blickpunkt. Dima Zita stellt die Traumasensible Pädagogik vor und gibt pädagogischem Fachpersonal wertvolle Unterstützung für die Betreuung traumatisierter Kinder in Kitas. Auf die Rechtsgrundlage in Deutschland und die wichtige Rolle von Bildung als Schlüssel zur Integration macht Frank Jansen aufmerksam. Als Praxisprojekt stellt Steffen Jahn ein Projekt des Bistums Fulda vor: Kinderbilder als Willkommensgruß für Flüchtlingsfamilien. Abschließend wird in einem Interview mit Anne Wihstutz das Berliner Bündnis für Kinder geflüchteter Familien vorgestellt.
 
Orientierungshilfe zur Betreuung von Flüchtlingskindern und ihren Familien in Kitas - Arbeitshilfe des Caritasverbandes der Erzdiözese Köln
Immer mehr Kinder aus geflüchteten Familien kommen in die Kindergärten und Kitas. Der Caritasverband der Erzdiözese Köln hat aktuell eine „Orientierungshilfe zur Betreuung von Flüchtlingskindern und ihren Familien in katholischen Kindertageseinrichtungen und Familienzentren im Erzbistum Köln“ veröffentlicht. Darin werden kurze und prägnante Infos zu den Themen Flucht, Asylsuchende, Aufenthaltsstatus, UN-Kinderrechtskonvention usw. gegeben.
Für den Bereich der religiösen Bildung ist das Kapitel mit dem Thema Glauben. „Migration und Flucht sind vom Anfang bis zum Ende der Bibel durchgängige Themen“ hilfreich und der Beitrag darüber, dass Geflüchtete unter dem besonderen Schutz Gottes stehen. 
Es geht weiter darum, sich mit Institutionen und Gruppen im Umfeld, die mit geflüchteten Menschen arbeiten zu vernetzen. Ein weiterer Schritt ist es, als Einrichtung und Team sich den Wert kultureller Vielfalt bewusst zu machen und damit zu arbeiten.
Die Orientierungshilfe unterstützt die Kita-Teams, sich der schon vorhandenen Ressourcen zu vergewissern, die Praxis zu reflektieren und die nächsten Schritte gezielt anzugehen. Darüber hinaus liefert sie Hinweise auf Arbeitshilfen, Materialien sowie praxisbezogene weiterführende Adressen.Die Orientierungshilfe kann auf der Homepage des Caritasverbandes des Erzbistums Köln als PDF-Datei oder als E-Book heruntergeladen werden:
 
Themenkarten Flucht und Migration (2016)
Durch Flucht und Migration wird die ethnische, religiöse und soziale Vielfalt in Kitas immer größer. Dabei entstehen auch Spannungen. Die Sozialwissenschaftlerin und Kita-Leiterin Wilma Osuji hat Themenkarten entwickelt, die geeignet sind, um im Team, beim Elternabend oder in der Fortbildungsarbeit über die Situation von Migranten, Geflüchteten ins Gespräch zu kommen. Die Themenkarten zeigen auf der Vorderseite Situationen, die Vielfalt abbilden. Die Rückseiten haben jeweils einen kurzen Text eines Heiligen, einer Philosophin oder eines Politikers und Impulsgedanken dazu. Beim Bild von zwei Kindern, die Hand in Hand in Gummistiefeln durch einen Bach waten, ist beispielsweise ein Zitat der Heiligen Katharina von Siena beigestellt: „Das Vertrauen gleicht einer ausgestreckten Hand, die einem Nächsten bedeutet, dass er nicht allein ist auf Erden“. Der Impulstext dazu lautet: „Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen aus einem anderen Kulturkreis Zuflucht suchen, ist Vertrauen in zweierlei Hinsicht nötig: Dem Nächsten gegenüber Vertrauen aufbringen, aber auch darauf vertrauen, dass alles gut wird.“ Die Fotos und Text regen zu einem fachlichen und sachlichen Austausch an, und lenken den Blick darauf, was nötig ist, damit Menschen intergiert werden können und sich integrieren können.
Die letzten beiden Themenkarten bieten didaktische und methodische Hinweise, wie mit den Karten in unterschiedlichen Situationen gearbeitet werden kann. Die dreißig Themenkarten und die methodischen Anregungen für Moderatorinnen und Moderatoren sind für die Sensibilisierung und den achtsamen Umgang mit dem Themenkomplex in Kitas sehr gut geeignet.
IRP Freiburg, Dipl. Theol. Heike Helmchen-Menke Referentin für Elementarpädagogik
Nähere Infos auf der Homepage des Don Bosco Verlages http://www.donbosco-medien.de/flucht-und-migration/t-1/2772
Bildkarten „Das Mädchen mit der Perlenkette“ (2016)
Aus Sicht eines sechsjährigen Kindes erzählt „Das Mädchen mit der Perlenkette“ die Geschichte einer Flucht nach Deutschland. „Raha“ der Name des Kindes bedeutet Freiheit – Freiheit gibt es in ihrem arabischen Herkunftsland allerdings nicht. Ihr Vater engagiert sich für Freiheit und wird daher verfolgt. Die Familie muss fliehen, zunächst ohne den Vater. In einfachen Sätzen erzählt Alexander Jansen berührender Weise von den Empfindungen, Eindrücken, Ängsten, Hoffnungen und der Freude des Mädchens. Rahe sammelt von allen Stationen der Flucht besondere Erinnerungsstücke für ihre Glückskette: Eine Perle ihrer letzten Geburtstagskette; eine Nuss von dem Spiel mit einem anderen Flüchtlingsmädchen; eine Bommel aus dem Pferdegeschirr des Pferdes, das sie über die Grenze bringt; einen Stein vom rettenden Ufer nach der Überfahrt über das Meer; den Knopf von der Uniformjacke, den ihr eine deutsche Polizistin nach der Flucht schenkt; eine Perle von der Kette ihrer ersten deutschen Freundin und schließlich eine siebte Perle, die ihr Vater, nachdem er nach Monaten endlich nachkommen konnte, aus der heimischen Wohnung von der Geburtstagskette mitbringen konnte und die ihm während der ganzen dramatischen Flucht Hoffnung gegeben hatte. Das Motiv der Hoffnung trägt die ganze Erzählung. Schon ganz am Anfang erklären die Eltern der kleinen Raha, dass sie Hoffnung haben. „Hoffnung ist der Glaube, dass alles gut werden wird“. Und für Raha und ihre Familie wird alles gut. Daher ist diese Bildkartenerzählung tatsächlich schon für ältere Kindergartenkinder geeignet. Die farbigen Illustrationen des iranischen Künstlers Maneis zeigen natürlich auch die vielen bedrohlichen Situationen, in die die Familie kommt. Aber für die Wahrnehmung der Kinder werden sicher die optimistische Sicht Rahas und die Momente des Glücks im Vordergrund stehen, die das Mädchen beschreibt.
Das Textheft zu den Bildkarten enthält den gesamten Text auch in arabischer Sprache. Zudem gibt die Musiktherapeutin Julia Erche didaktische und praktische Hinweise für eine musikalische Umsetzung der Erzählung als Klangeschichte.
Der Verlag bietet weiteres Material zum kostenfreien Download auf der Verlagshomepage an: Ein Überblick über Flucht und Asyl; zur Situation in den Herkunftsländern; zu Trauma sowie Tipps für Erzieherinnen und Erzieher sowie für Pädagoginnen und Pädagogen, z.B. „Informieren Sie sich über Herkunftsländer, ihre Kulturen, Religionen, Ethnien. Profitieren Sie dabei von Netzwerken und Unterstützerkreisen.“
„Das Mädchen mit der Perlenkette“ bietet zusammen mit dem Zusatzmaterial sehr gute Unterstützung, um das Thema Flucht über einen längeren Zeitraum mit Kindergarten- und Grundschulkindern zu bearbeiten.  
IRP Freiburg, Dipl. Theol. Heike Helmchen-Menke Referentin für Elementarpädagogik
 
Kita Fachtext (der Weiterbildungsinitiative Wiff) zu Kindern mit Fluchterfahrung (2016)
 
Die Weiterbildungsinitiative für Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) bietet kostenfrei Kita-Fachtexte an. Aktuell haben im November 2016 Eva Charlotte Ritter und Timm Albers haben einen Beitrag zu Kindern mit Fluchterfahrung veröffentlicht. Aus der Einleitung des Textes:
„Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit Kindern mit Fluchterfahrung im deutschen Bildungssystem und richtet dabei den Fokus auf die Arbeit in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen. Bei Kindern, die mit dem Begriff „Kinder mit Fluchterfahrung“ umschrieben werden, handelt es sich um einen heterogenen Personenkreis. Im vorliegenden Text wird dieser zunächst im Hinblick auf rechtliche Aspekte sowie unterschiedliche Herkunftsländer und Familiensprachen skizziert, um einen Eindruck von den unterschiedlichen Ausgangslagen zu erhalten. Ebenfalls relevant für die pädagogische Arbeit ist die Lebenssituation, in der sich die Kinder und ihre Familien nach Ankunft in Deutschland befinden und wie sich der Zugang zum deutschen Bildungssystem gestaltet. Mit dem Ziel, Perspektiven für die pädagogische Arbeit zu formulieren, geht der Beitrag nach Klärung der Grundlagen auf die zwei Inhaltsbereiche Mehrsprachigkeit und (potentielle) Belastungserfahrungen ein, um abschließend Anregungen im Hinblick auf die individuelle Arbeit zugunsten von Kindern mit Fluchterfahrung zu geben und Perspektiven für strukturelle Veränderungsprozesse aufzuzeigen.“
Auf der Homepage von Wiff wird der Beitrag zum kostenfreien Download angeboten: http://www.kita-fachtexte.de/texte-finden/detail/data/kinder-mit-fluchterfahrung-in-kita-und-grundschule/
 
Flüchtlingskinder in Kitas – Informationen auf dem Deutschen Bildungsserver
Der Deutsche Bildungsserver, der grundlegende Informationen zum deutschen Bildungswesen gibt, hat eine Zusammenstellung von Informationen rund um den Themenbereich „Flüchtlingskinder in Kitas" online gestellt.

Für die Kindertagesbetreuung gilt: Flüchtlingskinder haben denselben Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz vom vollendeten ersten Lebensjahr an wie alle Kinder in Deutschland. Eltern können einen Kitaplatz beantragen, sobald die Familie nach ihrem Aufenthalt in der Erstaufnahmeeinrichtung in einer Kommune lebt.

Zur Unterstützung der pädagogischen Fachkräfte wurden allgemeine Informationen und insbesondere auch mehrsprachige Materialien für die Elternarbeit zusammengestellt."
Nähere Infos siehe hier: 
 
Dabei wird auch die Initiative des Kultusministeriums in Baden-Württemberg zur Flüchtlingskinderförder (Sprachförderung) vorgestellt.
http://www.km-bw.de/,Lde/Startseite/Service/21_07_2015+SPATZ+fuer+Fluechtlingskinder/?LISTPAGE=344894