Das Konzil von Nicäa feiert 1700jähriges Jubiläum.
Wir haben dies als Anlass genommen, um über Inhalte und Folgen des Konzils nachzudenken: Am Beginn des Konzils von Nicäa 325 n. Chr. stand die Frage – zu der alle theologischen Überlegungen unweigerlich führen – nach dem Wesen Gottes. Der damalige Diskurs über die Relation zwischen Gottvater und Sohn bleibt bis heute ein spannendes theologisches Thema, und es lohnt sich, die Argumentationen der frühen Kirchenväter darüber, wie die Einheit der beiden göttlichen Personen zu denken sind, genauer zu studieren.
Die heutige Relevanz des Konzils verdeutlicht Philipp Koch, der die Bedeutung der Ereignisse von Nicäa für die Ökumene aufzeigt. Dorothea Sattler beleuchtet die theologischen Denkprozesse der Konzilsväter, nachdem sie historisch skizziert, wie sich unterschiedliche Christologien in der frühen Kirche bis hin zu Nicäa entwickelten. Wie die Situation der Menschen christlichen Glaubens zum Zeitpunkt war, als das Konzil einberufen wurde, zeichnet Verena Hammes nach.
Wie gewohnt finden Sie auch unterrichtspraktische Hinweise: Als hilfreiches Instrument für Lehrkräfte wie Schüler*innen finden Sie ein Glossar zu Begriffen des Konzils, das Philipp Koch erstellt hat. Laura Mayer hat Beiträge des Sonderheftes zum Konzil von Nicäa, das vom Konradsblatt im Frühjahr 2025 publiziert wurde, in Hinblick auf Einsatzmöglichkeiten im Religionsunterricht geprüft und für Sie entsprechend kommentiert. Eine Auseinandersetzung Lernender mit der Bedeutung des Konzils für die Ökumene kann durch den Unterrichtsentwurf von Josef Önder initiiert werden. Die unterrichtspraktischen Angebote werden abgerundet durch die Impulse zum Glaubensbekenntnis für den Religionsunterricht, die Ulli Roth mit seinen Studierenden erarbeitet hat.
Die Publikation kann über unseren Onlineshop bestellt werden.