Medienpädagogik
Anregungen aus dem „Orientierungsplan für Bildung und Erziehung in baden-württembergische Kindergärten" zur Entwicklung von Medienkompetenz im Kindergarten.
Diese Zusammenschau finden Sie zum Download hier:
Quelle: IRP Freiburg Referat Elementarpädagogik
Digitale Medien in der Kita als eine von 100 Sprachen - Medienpreis für Kieler Kita
Der vom Bundesministerium für Familie geförderte Medienpreis (Dieter Baacke-Preis) ging in der Kategorie A „Projekte von und mit Kindern“ an die Kieler Kita Colorito, die in einem Medienatelier Kindergartenkindern unterschiedliche Medien zur Selbstnutzung zugänglich macht. In einer Projektphase beschäftigten sich Kinder mit Kirchenraumgestaltung.
Das Medienatelier – Digitale Medien als eine von 100 Sprachen
Projektbeschreibung: Ein Atelier, das Kitakinder anregt, Medien und ihre gestalterischen und explorativen Möglichkeiten kennenzulernen. Dabei werden Fotografie, Beamer, Laptop, Drucker und Drawpad als Werkzeuge genutzt. Die Kinder lernen Medien als Instrumente der Aneignung und Untersuchung von Welt kennen und nutzen sie zugleich als Mittel des kreativen Ausdrucks und Experimentierens. Das Atelier verdeutlicht, wie medienpädagogische Angebote in den Gesamtablauf des Kitaalltags integriert und mit verschiedenen Bildungsbereichen in der Kita verknüpft werden können.
Auf der Website der Stiftung zeigt ein kurzer Film erste Eindrücke, z.B. zu einem Kirchenraumprojekt:
Kita digital: Frühe Medienerziehung

Quelle: kopaed Medienpädagogik
Studie: „Mobile Medien und Internet im Kindesalter – Fokus Kindertagesstätten“
Diese Studie bietet ergänzende Informationen rund um den Themenkreis Medien in der Kita.
Die Studie „Mobile Medien und Internet im Kindesalter – Fokus Kindertagesstätten“ untersucht Ausgangsbedingungen für die Arbeit mit mobilen und digitalen Medien in Kindertageseinrichtungen. Ausführliche Gespräche mit 178 pädagogischen Mitarbeitenden und Leitungen in 33 Einrichtungen geben Aufschlüsse darüber, welche Bedarfe aufseiten des pädagogischen Personals ausgemacht werden können. Einen Schwerpunkt bildet in dieser Teilstudie darüber hinaus, inwiefern digitales Spielen in den Einrichtungen von Bedeutung ist.
Die Studie wurde vom Verein JFF durchgeführt. Träger des JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis ist der gemeinnützige Verein "JFF – Jugend Film Fernsehen e.V.". Mitglieder des Vereins sind Vertreterinnen und Vertreter aus Medienwissenschaft und Medienpädagogik, Erziehungs-, Bildungs- und Kultureinrichtungen sowie aus in- und ausländischen Medieninstitutionen.
Eine Zusammenfassung der Studienergebnisse findet sich auf der Website des Vereins:
Dort gibt es auch den Zugang zum kostenlosen Download der gesamten Studie.
Basisuntersuchung zum Medienumgang 2- bis 5-jähriger in Deutschland
Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbundes zur Mediennutzung bei 2-5jähringen Kindern (2012)
Schriftenreihe Medienkompetenz „Aufwachsen in mediatisierten Lebenswelten. Drei- bis Achtjährige" (Aktion Jugendschutz. Landesarbeitsstelle Baden-Württemberg 2013)
Dieses Heft bietet einen guten Überblick über Fragen der Medienpädagogik. Fachleute aus der Wissenschaft und der (medien-)pädagogischen Praxis plädieren dafür, durch projekthafte Mediennutzung bei Kindern Medienkompetenz zu entwickeln. „Ein Aufwachsen in einem „Schonraum ohne Medien“ ist kaum zu verwirklichen und auch nicht angebracht.“ Die Autorinnen und Autoren „sind der Meinung, dass man früh beginnen sollte, Kinder mit altersspezifischen Angeboten zu unterstützen, um einen sinnvollen und verantwortungsvollen Umgang mit Medien zu fördern.“ Dazu geben sie wertvolle Kriterien an die Hand, wie mediengestützte Projekte zur Medienkompetenzentwicklung beitragen können. Ein Artikel zeigt Möglichkeiten der medienpädagogischen Elternarbeit. Ein Beitrag über Medienpädagogik in der Ausbildung zur Erzieherin und zum Erzieher und ein Positionspapier zum Medienpädagogischen Anforderungsprofil für Erzieherinnen und Erzieher bereichern das Heft. Allerdings wird im Beitrag „Medienpädagogik in der Ausbildung" bei der Darstellung des Orientierungs - und Bildungsplanes in Baden-Württemberg nur ein kleiner Teil der entsprechenden Anregungen aus dem Plan aufgeführt und dann ungerechtfertigterweise krititsiert, dass der Orientierungsplan angeblich „von einem medienfreien Leben ausgeht" (S. 33). Bestellmöglichkeit auf der Homepage des AJS:
Beitrag „Digitale Medien sind Alltag" in der Fachzeitschrift „kindergarten heute" (10/2013)
Antje Bostelmann beschreibt, wie ein dänischer Kindergarten den Auftrag aus den Richtlinien für Kindergärten zur Auseinandersetzung mit neuen Medien umsetzt. Es geht darum, dass in der Einrichtung pädagogische Situationen mit neuen Medien geschaffen werden. Neue Medien werden nie einfach so benutzt, sondern immer mit einem pädagogischen Ziel und einer gut durchdachten Planung. So werden Kinder kreative Akteure und nicht passive Konsumenten. Der Sinn des Einsatzes von neuen Medien entsteht nur in einem projekthaften pädagogischen Kontext, nicht wenn Kinder die Medien einfach nur nutzen. Der Gießener Professor Norbert Neuß kommentiert im selben Heft daher auch den Einsatz von neuen Medien als sinnvoll, wenn sie „den Mehrwert von neuen Medien im Rahmen von Projekten nutzen“. (Vgl. die Seiten 28-31.) Der Beitrag von Prof. Neuß kann auf der Homepage der Fachzeitschrift kindergarten heute nachgelesen werden: hier
