Warum bin ich das Kind von meiner Mama? Warum ist der Leon so krank? Warum wurde ich nicht als Tier geboren? Wie sieht Gott aus? Warum ist Oma gestorben und wo ist sie jetzt?
Kinder fragen uns solche tiefgreifenden Themen in unseren Einrichtungen beim Schuhebinden, in der Bauecke, im Stuhlkreis, beim Essen, in der Leseecke oder einfach im Vorbeigehen. Wie können wir mit diesen philosophisch-theologischen Fragen altersgerecht umgehen? Welche Möglichkeiten haben wir, im Kindergartenalltag die Fragen zuzulassen und zu besprechen?
Das Bildungsfeld "Sinn, Werte und Religion" des Orientierungsplanes lädt ein, Kinder in "ihrem Philosphieren bzw. Theologisieren über Gott, Grund und Ursprung der Welt, das Warum von Leben und Leid ernst zu nehmen". Die Kinder sollen "verständnisvolle Partner finden können." (Teil B) Die Erzieherinner werden eingeladen, die Kinder zu unterstützen, wichtige Kompetenzen zu erwerben: "Die Kinder können Sinnfragen stellen und miteinander nach Antworten suchen; die Kinder beginnen sich iher religiösen bzw. weltanschaulichen Identität bewusst zu werden." (Teil A).
Erzieherinnen sind verständnisvolle Partnerinnen der Kinder, wenn sie deren Fragen verstehen, ernst nehmen, einordnen können und mit ihnen gemeinsam nach Antworten suchen. Oft fragen die Kinder die Erzieherinnen ganz direkt an und möchten deren ganz persönliche (Glaubens-)Ansichten erfahren.
Methoden
Zum besseren Verständnis können wir uns die Stufen der Denk- und Glaubensentwicklung von Kindern vor Augen führen. Es sollen typische Gesprächsituationen und Fragen von Kindern durchgespielt werden. Dazu können die Teilnehmerinnen auch Fragen und Situationen aus der eigenen Einrichtung mit einbringen. Es wird eingeübt, wie wir mit Kindern Antworten entwickeln können, ohnen den Kindern gleich fertige Antworten zu geben.
Fortbildung für Erzieherinnen und Erzieher
Veranstalter: Diözesancaritasverband
Referentin: Heike Helmchen-Menke
Termin: 19. und 20. April 2010
Ort: Margarete Ruckmich Haus, Freiburg